Migros - Ein M besser

 

Heidi Meyer, Imkerin,
in Buchenloo bei Wil ZH

Imkerin Heidi Meyer hat freundliche Bienen. Sie sammeln mit Eifer ihr beliebtes Gold in Feldern, Obstgärten und Wäldern in Buchenloo bei Wil ZH. Das kommt Honigliebhabern in der Region Zürich zugute.

Geschäftiges Treiben im Obstgarten: Millionen von fleissigen Arbeiterinnen gehen diszipliniert ihrem Tagesjob nach, dem Nektarsammeln. Dass bei den vielen Bienenvölkern in Buchenloo bei Wil ZH jede Biene weiss, wo sie hingehört und welche Arbeit sie zu erledigen hat, fasziniert Heidi Meyer immer wieder aufs Neue. Sie kennt ihre 200 Wirtschaftsvölker ganz genau, die für sie und das Label «Aus der Region. Für die Region.» der Migros­Genossenschaft Zürich Blüten- und Waldhonig produzieren.

Die Bienen sind an dem Sommertag überaus zufrieden. Nektar finden sie viel, darum lassen sie sich nicht durch die menschliche Neugier und das Öffnen der Beuten stören. «Ich habe freundliche Bienen – darauf achte ich in der Zucht», sagt die Imkerin. Sie züchtet Königinnen und Jungvölker, die sie auch Jung-Imkern anbietet.

Zur Imkerei kam die gelernte Konditorin, als ihr Grossvater starb. «Da sagte das Grosi: «Jetzt müssen wir auch noch die Bienen weggeben›», erinnert sich die Imkerin. Da habe sie ein Jahr lang tageweise einen Imker besucht und viel gelernt. Ganz traditionell. Seit 2014 ist Heidi Meyer hauptberuflich Imkerin. Sie schwört noch immer aufs traditionelle Imkern. Zum Beispiel das Entfernen der Deckel in der Honigwabe. Sie hebt das Wachs mit einer Entdeckelungsgabel von Hand ab, obwohl es längst Maschinen gibt, die das übernehmen könnten. Sind die Waben erst einmal geöffnet, werden sie in einer Zentrifuge geschleudert. Aus einem Hahn rinnt dann der Honig heraus. Der wird gefiltert, damit möglichst wenig Pollen und Wachs aus den Waben den Honig trüben.

Die einen bevorzugen den streichfähigen Creme-Honig, andere schwören auf flüssigen Honig. Was beeinflusst die Konsistenz? Honig besteht hauptsächlich aus einem Gemisch von Frucht- und Traubenzucker. Jeder Honig kristallisiert irgendwann. Je nach Blüten, die die Bienen anfliegen, dominiert eine der Zuckerarten im Nektar. Enthält der Honig mehr Traubenzucker, kristallisiert er schon kurz nach der Abfüllung. «Diesen Honig rühre ich so auf, dass die Kristalle sehr klein werden und der Honig cremig und streichfähig ist», erklärt die Imkerin und Migros-Genossenschafterin. Die Bienen selbst kümmert die Konsistenz des Honigs nicht. Sie fliegen von Blüte zu Blüte und laden ihre Ernte in der Wabe ab.

Bis zu 80 000 Kilometer legen die Bienen insgesamt zurück, um Nektar für 500 Gramm Honig zu sammeln.

 

Tipps des Produzenten

Heidi Meyer liebt ihre Bienen und deren Honig. Die Imkerin gibt Tipps zum Honig und äussert eine Bitte im Namen ihrer Bienen.

Tipp 1

Jeder Honig kristallisiert mit der Zeit. Stellt man ihn für ein paar Stunden in ein Wasserbad, das nicht wärmer als 40 Grad ist, wird er wieder flüssig.

Tipp 2

Honig ist ein feiner Brotaufstrich. Der Imkerin schmeckt er am besten auf einer Scheibe Butterzopf. 

Tipp 3

Als Süssungsmittel eignet sich Honig für Tee, Kaffee und Süssspeisen. Bitte an Gartenbesitzer: Bienen benötigen Wasser zur Pflege der Brut und zum Kühlen des Stocks. Flache Schalen mit Regenwasser und Steinen oder Tümpel im Garten sind ideal für Bienen.

Publiziert am 30. Juni 2018

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