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Region Basel

 

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Die frische Knolle aus Allschwil

Seit fünf Jahren beliefern Ruedi und Elisabeth Mosimann aus Allschwil die Migros Basel mit frischem Knoblauch. Auch bei Ihnen landet die Knolle täglich auf dem Teller – aus guten Gründen.

Herr und Frau Mosimann vor Knoblauchfeld

Seit 2012 beliefern Elisabeth und Ruedi Mosimann die Migros Basel unter anderem mit frischem Knoblauch.

Ernte Knoblauch bei Mosimann

Sobald ein Drittel des Laubs welk ist, kann geerntet werden.

Zwischen Allschwil und Schönenbuch, unweit der Hauptstrasse und doch versteckt am unteren Ende eines Hügels, steht der Hof der Familie Mosimann. Das Land liegt, getrennt durch den Lortzbach, direkt an der französischen Grenze. Ennet der Grenze grast unter einer wehenden französischen Flagge ein Dutzend Lamas. Kurz heben sie den Kopf um zu schauen, wer da den Hof betritt, um danach gleich wieder gemächlich weiterzugrasen.
 
Ruedi Mosimann kommt aus dem Haus, begrüsst mich in einem charmanten Emmentaler Dialekt und rührt die Werbetrommel für seine Lamas. „Wir bieten Lama-Trekking für Firmen-Events, Geburtstage und Schulreisen an. Jetzt haben sie aber grad Pause“. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth und Sohn Simon hält er auf dem Hof am Rande des Baselbiets nebst den Lamas rund 50 Kühe und baut Weizen, Knoblauch, Mais und Erdbeeren an. Knoblauch und Erdbeeren produziert die Familie seit 2012 für die Migros Basel.
Doch die Idee Knoblauch anzubauen ist schon älter. „1996 waren wir in einem Knoblauchgebiet in Kalifornien. Das war so eindrücklich, dass wir uns vorgenommen haben irgendwann auch mal Knoblauch anzubauen. Als wir dann 2011 von Burgdorf nach Allschwil kamen und mit Erdbeeren angefangen haben, blieb eine kleine Ecke frei“, erklärt Ruedi Mosimann. Zu ihrem Erstaunen war der Versuch sehr erfolgreich und der erste frische Knoblauch landete wenig später in den Regalen. Da der Knoblauchanbau in der Schweiz nicht ganz einfach ist, stammen die meisten Knoblauchzehen aus anderen Ländern. Mosimann ist einer von wenigen schweizweit, der Knoblauch anbaut. In der Region ist er sogar der einzige.

Am besten frisch
Auf dem Feld oberhalb des Hofs steckt der Knoblauch im Abstand von rund 20cm im Boden. „Wir setzen, ernten und rüsten ihn von Hand“, erklärt Mosimann. Noch sind sie nicht reif, doch im Juni, sobald ein Drittel des Laubs welk ist, kann die Ernte erfolgen. Zu Beurteilungs- und Degustationszwecken werden trotzdem schon ein paar aus der Erde gezogen und mitgenommen. Zurück im Haus breitet Elisabeth Mosimann den Knoblauch aus und schneidet einen in der Mitte durch. Auch wenn man sie rund einen Monat vor der Ernte noch nicht als Knoblauch erkennt, riechen sie doch schon stark danach. „Das gute am frischen Knoblauch, gegenüber dem getrockneten ist, dass man nicht nur die Zehen, sondern auch den Stiel essen kann“, erklärt sie und schneidet ein Stück ab. In der Knoblauch-Saison essen Herr und Frau Mosimann je einen Knoblauch pro Tag. „Wir bauen nur an, was wir auch gerne essen“, sagt Ruedi Mosimann. Zudem sei das Gemüse vielseitig einsetzbar. So könne man es auf Pizza, in Salat, in Rösti oder zu Fleisch beigeben. „Ich schneide ihn am liebsten in der Mitte horizontal durch, lege ihn auf den Grill und löffle ihn danach aus.“, so Elisabeth Mosimann. Dazu kommt, dass Knoblauch Blut, Herz und die Gefässe gesund hält.

Für Gesundheit und Liebeslust
Dass Knoblauch nicht nur aromatisch, sondern auch gesundheitsfördernd ist, wussten schon die alten Ägypter. Dort wurde die Knolle als heilig angesehen und diente den Pharaonen als Grabbeigabe. Auch die Pyramiden-Arbeiter erhielten Knoblauch, um ihre Gesundheit und Kraft zu erhalten. Als einmal ihre Knoblauch-Ration gekürzt wurde, führte das zum ersten belegten Streik der Weltgeschichte. Doch nicht nur die Gesundheit, auch die Liebeslust soll der Knoblauch anstacheln, was dazu führte, dass man schon im Mittelalter ein gespaltenes Verhältnis zu dieser Knolle hatte. Wenn auch aus anderen Gründen als heute, wo eher der typische Geschmack, der nach dem Verzehr meistens noch eine Weile erhalten bleibt, die Menschen teilt. Doch hierfür geben mir die Mosimanns noch einen ganz einfachen Tipp mit auf den Nachhauseweg: „Wenn alle Knoblauch essen, stört‘s niemanden mehr“.

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